Krebsfrüherkennung
Einmal im Jahr übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Krebsfrüherkennungsuntersuchung bei Frauen und Männern, das heißt, die Untersuchung ist für die Patienten kostenlos.
Wie der Name sagt, ist das Ziel einer solchen Untersuchung eine möglichst frühzeitige Erkennung von bösartigen Veränderungen der Genitalorgane, der Haut und des Darmes. Das Risiko solcher Erkrankungen ist altersabhängig und von Organ zu Organ verschieden. Daher ist die Untersuchung altersabhängig gestaffelt: Mit Einsetzen des Menstruationszyklus wird in ca. monatlichem Rhythmus in der Gebärmutter der Frau Gewebe aufgebaut und, wenn nicht im Rahmen einer Schwangerschaft gebraucht, wieder abgestoßen. Die Chance, dass es bei der häufigen und intensiven Entwicklung neuen Gewebes zu einem Fehler kommt, der den Beginn einer Bösartigkeit bedeuten könnte, ist größer als in anderem Körpergewebe, das nicht so großen Wachstumsschwankungen unterliegt. Bei dieser Untersuchung werden das äußere Genitale und die Scheide untersucht. Von dem äußeren Muttermund (der Teil der Gebärmutter, der den oberen Abschluss der Scheide bildet) wird ein Zellabstrich entnommen. Die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke werden abgetastet, da sie im Bauch liegen und außer durch Ultraschalluntersuchungen sonst nicht beurteilbar sind. Die Brust wird abgetastet, um Auffälligkeiten zu erkennen.
Ab dem 50. Lebensjahr bekommt die Patientin alle 2 Jahre ein Stuhltestbriefchen, mit dessen Hilfe wir Blut im Stuhl nachweisen könnten, als Zeichen eventueller Darmerkrankungen.
Mit Vollendung des 55. Lebensjahres besteht alternativ dazu die Möglichkeit, alle 10 Jahre eine Darmspiegelung durchführen zu lassen.
Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden außerdem im Rahmen des Screenings der Region Hannover alle zwei Jahre zur vorsorglichen Mammographie eingeladen.
